Die Bedeutung eines starken Schlusses
- Ein überzeugender Schluss ist mehr als nur eine Zusammenfassung.
- Er bietet eine Synthese der Analyse und hebt den Vergleich auf eine tiefere Ebene.
- Ein guter Schluss gibt dem Leser das Gefühl, dass die Analyse abgeschlossen und in sich schlüssig ist.
Ein starker Schluss sollte den Leser dazu anregen, über die Bedeutung der Analyse nachzudenken und ihre Relevanz für größere Themen zu erkennen.
Elemente eines starken Abschlusses
- Zusammenfassung der Kernaspekte
- Eine kurze Wiederholung der wichtigsten Erkenntnisse
- Keine einfache Wiederholung der Hauptpunkte, sondern eine Zusammenführung der Vergleichsergebnisse
- Rückbezug zur Fragestellung und zur These
- Die Antwort auf die ursprüngliche Frage sollte eindeutig herausgearbeitet sein
- Beispiel: „Der Vergleich zeigt, dass sowohl Werk A als auch Werk B die Thematik X aufgreifen, jedoch durch unterschiedliche stilistische Mittel verschiedene Botschaften transportieren.
- Synthese und abschließende Reflexion
- Was sagt der Vergleich über das größere Thema aus?
- Gibt es eine übergreifende Erkenntnis, die aus der Analyse gewonnen wurde?
- Beispiel: „Die Analyse verdeutlicht, dass literarische Darstellungen moralischer Konflikte stark von der historischen und kulturellen Einbettung eines Werks abhängen."
- Starke Schlussformulierung
- Der letzte Satz sollte kraftvoll sein und eine Reflexion über die Bedeutung des Vergleichs ermöglichen
- Beispiel: „Letztendlich offenbart der Vergleich dieser Werke, dass Literatur nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch die Leser dazu anregt, über fundamentale Fragen der menschlichen Existenz nachzudenken."
Ein starker Schluss geht über eine bloße Zusammenfassung hinaus und hebt die Analyse auf eine konzeptuelle Ebene, die die Bedeutung des Vergleichs verdeutlicht.
Beispiel für einen überzeugenden Schluss
Fragestellung:
Vergleichen und kontrastieren Sie, wie und mit welchem Effekt Autoren Literatur als Mikrokosmos der Gesellschaft nutzen, mit Bezug auf zwei Werke, die Sie studiert haben.
These:
Aufgrund der kontrastierenden Genres und der Komplexität ihrer Werke gibt es große Unterschiede in den Techniken, die in The God of Small Things und Death and the Maiden verwendet werden, um einen Mikrokosmos ihrer jeweiligen Gesellschaften darzustellen. Dennoch schaffen es Arundhati Roy und Ariel Dorfman, diese Miniaturwelten zu nutzen, um Unterdrückung und Ungleichheiten scharf zu kritisieren und den sprachlosen Opfern eine Stimme zu geben.
Beispielschluss:
Beide, Arundhati Roy und Ariel Dorfman, nutzen ihre jeweiligen Werke als Sprachrohr für unterrepräsentierte und marginalisierte Gruppen und schaffen so eindeutig Mikrokosmen dieser fehlerhaften Gesellschaften. Ob es die Helden oder die Schurken sind, all diese Charaktere bringen ihre Leser oder Zuschauer dazu, darüber nachzudenken, wie diese Geschichten tatsächlich ihr eigenes Leben widerspiegeln. Genau deshalb lesen wir Literatur. Wir lesen Romane und schauen Theaterstücke, um unsere Welt zu verstehen, und in den Miniaturwelten dieser Charaktere können wir hoffentlich Wege finden, einander besser zu behandeln und uns eine Welt mit weniger Diskriminierung und Ungerechtigkeit vorzustellen. Wäre das nicht schön?
- Restatement der These: Beide Autoren nutzen ihre Werke als Sprachrohr für marginalisierte Gruppen.
- Synthese: Die Charaktere spiegeln reale gesellschaftliche Probleme wider.
- Erweiterung: Literatur hilft uns, unsere Welt zu verstehen und zu verbessern.
Tipps für das Schreiben eines starken Schlusses
- Vermeiden Sie einfache Zusammenfassungen.
- Fokussieren Sie sich auf die Synthese der Analyse.
- Beziehen Sie sich auf die Fragestellung und die These.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Antwort klar und eindeutig ist.
- Bieten Sie eine abschließende Reflexion.
- Was ist die größere Bedeutung Ihrer Analyse?
- Enden Sie mit einem kraftvollen Satz.
- Lassen Sie den Leser mit einem nachhaltigen Eindruck zurück.
Wenn Sie Ihren Schluss schreiben, fragen Sie sich: „Was möchte ich, dass der Leser aus meiner Analyse mitnimmt?"
Häufige Fehler vermeiden
- Keine neuen Informationen einführen.
- Der Schluss ist nicht der Ort für neue Argumente oder Beispiele.
- Nicht einfach die Einleitung wiederholen.
- Bieten Sie eine neue Perspektive oder Erkenntnis.
- Vermeiden Sie vage oder allgemeine Aussagen.
- Seien Sie präzise und fokussiert.
Reflexionsfragen
- Wie hebt Ihr Schluss die Bedeutung Ihrer Analyse hervor?
- Welche übergreifende Erkenntnis bietet Ihre Analyse?
- Wie könnte Ihr Schluss den Leser dazu anregen, über das größere Thema nachzudenken?
- Wie beeinflusst die Struktur eines Schlusses die Art und Weise, wie wir literarische Analysen interpretieren?
- Welche Rolle spielt die Sprache bei der Vermittlung komplexer Ideen in einem Schluss?