Nach der ausführlichen Analyse bündelt der Schluss in etwa 150 bis 200 Wörtern die Ergebnisse des Essays.
Der Schluss führt keine neuen Belege oder Teilargumente ein.
Seine Aufgabe besteht darin, die These, die Ergebnisse der Hauptabschnitte und die Antwort auf die Fragestellung zu einem klaren Gesamturteil zu verbinden.
Ein tragfähiger Schluss umfasst vier Schritte:
Formuliere die These mit anderen Worten und bewahre dabei ihren zentralen Gedanken.
Führe die Ergebnisse der Hauptabschnitte zusammen und zeige, wie sie gemeinsam die Argumentation stützen.
Beantworte die Fragestellung direkt und präzise.
Zeige in einer abschließenden Reflexion, welche weiterführende Bedeutung die Analyse des Werkes eröffnet.
Example
Fragestellung: Wie gestaltet Kafka durch personale Fokalisierung und die räumliche Begrenzung Gregor Samsas zunehmenden Ausschluss aus der Familie in *Die Verwandlung*?
Neu formulierte These: Kafkas personale Fokalisierung bindet die Wahrnehmung des Geschehens weitgehend an Gregor, während die wiederkehrende Begrenzung auf sein Zimmer seine wachsende soziale und körperliche Isolation räumlich erfahrbar macht.
Synthese der Ergebnisse: Gregors eingeschränkte Wahrnehmung vermittelt seine Verunsicherung und seine verzerrte Einschätzung der familiären Beziehungen, während Türen, Schwellen und räumliche Abstände die zunehmende Trennung zwischen ihm und seiner Familie strukturieren.
Antwort auf die Fragestellung: Das Zusammenspiel von Fokalisierung und Raumgestaltung zeigt, wie Gregors Ausschluss schrittweise entsteht und wie die Familie ihn zunehmend über seine wirtschaftliche und körperliche Verwertbarkeit beurteilt.
Abschließende Reflexion: Gregors Verwandlung macht sichtbar, wie schnell familiäre Zugehörigkeit zerfällt, wenn Fürsorge an Leistung und gesellschaftliche Brauchbarkeit gebunden bleibt, und erweitert die Analyse dadurch zu einer Untersuchung bedingter Anerkennung.
Active recall
Signalformulierungen für den Schluss
Zusammenfassend zeigt sich, dass ...
Abschließend lässt sich feststellen, dass ...
Letztlich verdeutlicht die Analyse, dass ...
Insgesamt ergibt sich aus dem Zusammenspiel dieser Gestaltungsmittel, dass ...
Aus der Analyse geht hervor, dass ...
Damit schließt sich der Argumentationsgang, denn ...